Seidenraupen – die kleinen Viecher, die für uns den tollen leichten Stoff spinnen – sind ganz schön pingelig, wenns ums Futter geht. Sie essen  nur die Blätter des Maulbeerbaums.

(c) Flickruser Jakoo 'silk worms'

Bio-Maulbeerbäume für hungrige Raupen

600.000 Maulbeerbäume wurden in China (genauer: in Sichuan) angepflanzt – nicht als Monokultur – sondern in einer bunten Mischung nach biologisch-dynamischen Methoden zusammen mit Hunderten von Obstbäumen und anderen Bäumen. Durch die große Biodiversität und geringere Dichte bleiben die Bäume gesünder (in großen Monokulturen können sich Krankheiten katastrophal verbreiten) und bleiben auch verschont von künstlichem Dünger, Antibiotika und wachstumsfördernde Hormonen.

Bioseide von vollgefutterten Raupen

Die Blätter der Bio-Maulbeerbäume sind durch das gesunde Gleichgewicht und die biologisch-dynamischen Anbaumethoden viel hochwertigeres Futter als im konventionellen Seidenbau. Die Seidenraupen spinnen dann ganz tolle Bioseide aus den Bio-Maulbeerbaumblättern (die schmecken viel besser als der Kram der mit Pestiziden belastet ist). Und weil das so gut ist für die Seidenraupe läuft das unter der Bezeichnung “Kontrolliert biologische Tierhaltung” (kbT), und die  Bio-Seidenstoffe sind zertifiziert nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS).

Ich hab auch so meine Erfahrungen mit Seide gemacht – Seidenmalerei, 5te Klasse. 1 großes und ein kleines Tuch mit viel zu vielen, viel zu bunten, viel zu unkoordinierten Farbkleksen – die Farbe läuft ja so schön schnell ineinander, ich war einfach zu fasziniert um kuünstlerisch einzugreifen.

Wer aber jetzt wirklich auf Bio-Seide umsteigen möchte – hier bei www.bio-seide.de gibts die zertifizierte Bioseide und auch non-violent silk (gewaltfreie Seide – weil die Rauben zeit bekommen zu schlüpfen und nicht vorher abgetötet werden ) zu kaufen.

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