Kauft Ihr Reis im Kochbeutel? Klingt ja eigentlich super-praktisch: Wasser Kochen, Beutel rein, nach 15 min raus und fertig. Dabei ist es genauso einfach losen Reis zu kochen, und man verbrennt sich auch nicht die Finger an der ‘ach so kalten Ecke’. Und woraus bestehen diese Kochbeutel eigentlich? Mir ist schon einige Male aufgefallen, dass sich die Oberfläche dieser Kochbeutel beim Kocchen anlöst oder im Wasser Stückchen herum schwimmen.

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Das Problem mit dem Plastik

Kochbeutel bestehen aus temperaturbeständiger Kunsttoff-Folie – also meiner Ansicht nach das Letzte was man in viel Wasser zusammen erwärmen sollte – wegen der Weichmacher. Im Zuge meiner Änderung zu einer ‘no more Plastic’ Lebensweise bin ich auf losen Reis umgestiegen. Zuerst spart man Verpackungsmaterial: Ich kaufe Reis jetzt lose und die Verpackung (eine Pappschachtel) kann wieder zu Papier recycelt werden. Ich kann den Reis viel genauer dosieren und muss nicht mehr überlegen ob 1 Beutel zu wenig aber 2 zu viel sind – ich messe einfach die gewünschte Menge ab. Auch beim Kochen spare ich Ressourcen: Ein Kochbeutel sollte ja möglichst frei im Wasser schwimmen, also wird meist der große Allround-3-Liter Topf zum kochen verwendet und der Rest des Wassers? Der kommt in den Abfluss.

Mit der Reis-Quell-Methode braucht man aber nur soviel Wasser, wie der Reis aufnehmen kann. Kein Wasser wird verschwendet, weniger Energieeinsatz weil weniger Wasser erhitzt werden muss und keine Verrenkungen mehr beim Versuch den Kochbeutel aufzureißen ohne sich die Finger zu verbrennen.

Ein kleines Reis Rezept

1 Volumen-Einheit Reis auf 2 Einheiten Wasser – das geht z.B. ganz einfach mit einer Tasse. Zuerst 2 Tassen Wasser zum Kochen bringen (Deckel drauf, dann gehts schneller – oder noch rasanter im Wasserkocher) – eine Prise Salz dazu und dann den Reis rein, umrühren, Deckel drauf. Auf kleiner Flamme den Reis köcheln lassen und dabei 2-3 Mal umrühren. Nach etwa 15 min sollte der Reis das Wasser aufgesaugt haben und ist dann fertig.
Ach ja – man kaann den Reis zwischendurch auch probieren – noch so ne Sache über die ich mich beim Kochbeutel immer geärgert habe (wenn ich vergessen habe auf die Uhr zu schauen und keine Ahnung hatte ob er schon fertig ist oder ich lieber noch 5 min warten sollte).

Flickr-User archer10

Die Sache mit der Badewanne

Und zum Abschluss ein kleines Rechenbeispiel: 125g Reis (= 1 Kochbeutel) zwei mal in der Woche
Wasserersparnis Reis-Quell-Methode gegenüber Kochbeutel (2,5 Liter Wasser, wovon der Reis nur 250 ml zum Quellen aufnimmt) fast 234 Liter Wasser im Jahr.

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